Die Richtung stimmt

(Foto: Marco Urban)

(Foto: Marco Urban)

Mindestlohn, Rentenpaket, Stärkung der Tarifautonomie und vieles mehr. „Die Gewerkschaften und die SPD haben vieles erreicht, für das wir lange gemeinsam gekämpft haben“, zieht SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi zum Tag der Arbeit eine positive Bilanz. 

 

Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit

Seit 125 Jahren demonstrieren die Gewerkschaften am 1. Mai für die Rechte der arbeitenden Menschen. Wir haben viel erreicht – und noch viel vor. Wir haben den Mindestlohn von 8,50 Euro durchgesetzt, der seit Januar gilt und mit dem Rentenpaket mehr soziale Gerechtigkeit erreicht. Doch das ist nicht genug.
Wir stellen uns den neuen Fragen! Denn die Arbeitswelt ändert sich rasant, mit neuen Chancen, aber auch neuen Unsicherheiten.

566Wir wollen diesen Wandel gemeinsam angehen – für mehr gute Arbeit, damit alle etwas davon haben.
Gute Arbeit für eine gute Zukunft!
Wir wollen die Arbeit der Zukunft gestalten!

  • Wollt Ihr Euch ein gutes Leben aufbauen – und nicht nur für die Arbeit leben?
  • Wollt Ihr, dass das Lohndumping aufhört und der gesetzliche Mindestlohn ohne Ausnahme gilt?
  • Wollt Ihr sichere Arbeitsplätze statt Leiharbeit, Werkverträge oder Minijobs?
  • Wollt Ihr flexibler arbeiten und mehr Zeit fürs Privatleben, ohne dass Ihr jederzeit verfügbar sein müsst?
  • Wollt Ihr, dass mehr auf Eure Gesundheit geachtet wird und der Arbeitsstress ein Ende hat?
  • Wollt Ihr mehr Unterstützung, um Euch weiterentwickeln und auch Neues wagen zu können?
  • Wollt Ihr, dass Ihr fit bis zur Rente arbeiten könnt – und die Rente auch wirklich zum Leben reicht?
  • Wollt Ihr im Betrieb mehr mitbestimmen, wie die Arbeit von heute und morgen aussieht?
  • Wollt Ihr, dass es endlich selbstverständlich wird, dass Frauen gleich viel verdienen wie Männer?
  • Wollt Ihr eine bessere Bildung und Ausbildung für Eure Kinder, bezahlbare Energie, Kitas und Schwimmbäder?
  • 1. Mai MindestlohnWollt Ihr, dass Arbeitslose nicht in Hartz IV abstürzen und Millionen Menschen in Armut leben müssen?
  • Wollt Ihr, dass die oberen Zehntausend einen angemessenen Beitrag für unser Gemeinwohl leisten?
  • Wollt ihr eine offene und solidarische Gesellschaft, die Nazis und Rassisten keine Chance gibt?
  • Wollt Ihr in einem friedlichen und sozialen Europa leben?


in der Hamburger Innenstadt

11.00 Uhr Start der Demonstration am Rödingsmarkt (U-Bahnhof Rödingsmarkt, S-Bahn Stadthausbrücke)
12.00 Uhr Kundgebung auf dem Fischmarkt

Reden
Katja Karger, DGB Vorsitzende Hamburg
Sophie Binet, Vorsitzende der CGT Angestelltengewerkschaft in Frankreich
Stephanie Holtz, DGB Gewerkschaftsjugend Hamburg

Musik: TUBEART SUPERBRASS & BUENA LECHE

in Elmshorn

Treffpunkt: Gewerkschaftshaus, Schulstr. 3
Abmarsch: 10.00 Uhr

10.30 Uhr Kundgebung auf dem Alten Markt
Hauptredner: Olaf Schwede, DGB-Bezirk Nord
Grußwort: Ulrich Lenk, stellv. Bürgermeister von Elmshorn

Rahmenprogramm mit LIVE-MUSIK „Oma Körner Band“

 

Wenn ihr die Arbeit der Zukunft gestalten wollt – macht mit!

Wir wollen Gute Arbeit, sozialen Fortschritt und keinen Stillstand.
Wir wollen soziale Gerechtigkeit und kein Zurück zur neoliberalen Klientelpolitik!

Arbeit verdient Respekt, Anerkennung und einen ordentlichen Lohn

Mindestlohn

Seit dem 1. Januar 2015 wird in ganz Deutschland ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde gelten. Zugleich können Tarifverträge leichter allgemein verbindlich werden. Tarifpartner können branchenspezifisch tarifliche Mindestlöhne auf der Grundlage des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes aushandeln und auf die gesamte Branche erstrecken. Das stärkt die Tarifautonomie.

Die Höhe des Mindestlohns wird künftig in regelmäßigen Abständen von einer Kommission der Tarifpartner überprüft und angepasst – erstmals zum 1. Januar 2017. Die Mindestlohnkommission soll sich bei ihren Entscheidungen an der Entwicklung der Tariflöhne orientieren, um einen angemessenen Mindestschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sicherzustellen.

  •  fairer Wettbewerb statt Lohndumping
  • Tarifflucht wird gestoppt
  • Stärkung der Kaufkraft und der Konjunktur

Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Weitere Informationen und die 5 Fakten zum Mindestlohn finden Sie HIER

Mehr Geld für Familien mit Kindern

Batman & Robin

Gute Nachrichten für Familien und Alleinerziehende‬: Das von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig am Donnerstag in den Bundestag eingebrachte Reformpaket sieht die Erhöhung von Kindergeld, -freibetrag, -zuschlag und Entlastungsbetrag vor. „Es ist ein Signal der Wertschätzung und Anerkennung für die Familien in diesem Land“, so Schwesig.

Mehr Informationen finden Sie HIER

Die SPD verneigt sich vor Günter Grass

günter grass

Wir trauern um Günter Grass.

Die deutsche Sozialdemokratie verliert einen Wegbegleiter, engen Freund und Ratgeber. Mit ihm verlieren wir einen der bedeutendsten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsgeschichte und einen engagierten Autor und Kämpfer für Demokratie und Frieden.

Die SPD verdankt Günter Grass viel: Der Literaturnobelpreisträger war jahrzehntelang, seit seiner legendären Freundschaft mit Willy Brandt, ein Ratgeber und Wahlkämpfer der Sozialdemokratie. Seit den 1960er Jahren hat sich Günter Grass in zahllosen Bundes- und Landeswahlkämpfen engagiert, Menschen bewegt und das bisweilen scharfe Wort geführt. Mit dem „Wahlkontor Deutscher Schriftsteller“ wurde Günter Grass zum „Spiritus Rector“ der Verbindung zwischen SPD und Intellektuellen, die das geistige Klima in Deutschland nachhaltig prägte und beitrug zu den Wahlsiegen von 1969 und 1972.

Sein literarisches Schaffen hat Weltrang. Damit hat er unser Land verändert, im besten Sinne aufgeklärt. Seine oft streitbaren Einwürfe und Interventionen in verschiedenen Initiativen haben die politische Kultur in Deutschland bunter und reicher gemacht und das Verhältnis von Politik und Kultur gewandelt.

Daran hatte sich bis zuletzt nichts geändert: noch Ende Februar veranstaltete er mit jüngeren Autorinnen und Autoren in Lübeck das jährliche Literaturtreffen politischer Gegenwartsautoren. Günter Grass konnte als „public intellectual“ auf ein literarisch und politisch einzigartiges Leben zurückblicken – bis zuletzt war er künstlerisch tätig und brachte sich als politischer Bürger ein in die großen gesellschaftlichen Debatten.

Ohne seine mahnende Stimme für mehr Toleranz, seinen Willen zur Einmischung und seinen regelmäßigen politischen Interventionen wäre unser Land ärmer.

Wir trauern mit seinen Angehörigen. Die SPD verneigt sich vor Günter Grass.