Trauer um Hans Koschnick

Die deutsche Sozialdemokratie trauert um Hans Koschnick, der heute im Alter von 87 Jahren verstorben ist. Wir haben einen treuen, immer verlässlichen Freund und Mitstreiter verloren, der sich um die Demokratie, unsere Partei und seine Heimatstadt Bremen verdient gemacht hat.

Koschnick„Handeln und nicht so viel reden“! war seine Maxime, die er in vielen Ämtern und Funktionen beherzigt hat. Hans Koschnick war ein Ausnahmepolitiker: geradlinig, entschlossen und mitreißend konnte er wie wenige andere die Menschen für sozialdemokratische Ziele begeistern. Eindrucksvolle 66 Jahre war Hans Koschnick Mitglied unserer Partei. Er gehörte dem Parteivorstand von 1970 bis 1991 sowie dem Parteipräsidium von 1979 bis 1986 an. Gemeinsam mit Helmut Schmidt war er von 1975 bis 1979 auch stellvertretender Parteivorsitzender sowie Mitglied des Deutschen Bundestags von 1987 bis 1994.

Sein anderes politisches Lebensthema blieb stets die internationale Verständigung: Schon früh setzte sich Hans Koschnick mit Städtepartnerschaften für den Ausgleich mit Polen und Israel ein.

Als der Ostblock zerfiel, wurde Hans Koschnick mit 65 Jahren EU-Administrator für die Stadt Mostar und übernahm die Verantwortung für den Wiederaufbau der vom Bürgerkrieg schwer getroffenen, zwischen Muslimen und Kroaten aufgeteilten Hauptstadt der Herzegowina. Eine große Herausforderung, der sich Hans Koschnick mit all seinem Elan stellte und dabei zwei Mordanschläge überlebte.

Ab 1998 führte Hans Koschnick dieses Engagement fort als Bosnienbeauftragter der Bundesregierung. In dieser Funktion war er für die Rückführung von 350.000 bosnischen Kriegsflüchtlingen verantwortlich. Auch dieses Amt übte Hans Koschnick mit der ihm eigenen tiefen Humanität aus, indem er sich immer wieder für die Berücksichtigung von Einzelschicksalen bei der Rückführung einsetzte.

Hans Koschnick hat sich mit seiner politischen Lebensleistung große Anerkennung – weit über Parteigrenzen hinaus – erworben. Sein weltoffener, hanseatischer Charakter und seine festen sozialdemokratischen Überzeugungen bestimmten sein politisches Handeln. Wir sind stolz darauf, dass Hans Koschnick einer von uns war und werden sein Andenken in Ehren halten.

Hans Koschnick hat sich mit seiner politischen Lebensleistung große Anerkennung – weit über Parteigrenzen hinaus – erworben. Sein weltoffener, hanseatischer Charakter und seine festen sozialdemokratischen Überzeugungen bestimmten sein politisches Handeln. Wir sind stolz darauf, dass Hans Koschnick einer von uns war und werden sein Andenken in Ehren halten.

Der Fall Böhmermann – Offener Brief der AfA Pinneberg

Was hat Bismarck mit dem Fall Böhmermann zu tun?

Der offene Brief der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) des Kreises Pinneberg an unseren Justizminister Heiko Maas sorgt für überraschende Klarheit! Die Gesetze der Bismarck-Zeit werden bei uns gerade reanimiert. Mit diesem Klick geht es zum Brief.

 

Bonhoeffer

Heute vor 71 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer von den Nationalsozialisten in einem KZ ermordet. Der Pfarrer aus Breslau hatte sich, wie viele andere auch, dem NS-Terror widersetzt und für eine freie Gesellschaft gekämpft.

Heute erinnern wir an diesen mutigen Menschen.

Vielen Dank, Frank!

Nach mehr als 30 Jahren Zeit zum Abschied

Franks Abschied

Frank Grünberg (in der Mitte) im Kreis des aktuellen Fraktionsvorstandes

Aus Solidarität mit Helmut Schmidt trat Frank Grünberg kurz nach der Abwahl des damaligen Kanzlers in die SPD ein und ist seit 1983 in verschiedenen Ortsvereinen und Kreisverbänden ehrenamtlich aktiv gewesen.

Von Hamburg-Wellingsbüttel zog es ihn beruflich nach Bayern, wo er in Freilassing trotz seiner Selbständigkeit mit zwei Firmen aktiv blieb und die Arbeit der dortigen SPD über zwei Jahrzehnte entscheidend mitbestimmte. Frank war dort lange Jahre Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins, Mitglied des Kreisvorstandes Berchtesgadener Land, Stadtrat, kandidierte für das Amt des Bürgermeisters und war Fraktionsvorsitzender. Nach dem Ende seines Arbeitslebens kehrte er wieder in den Norden zurück.

Die Freilassinger Genossen dankten ihm zum Abschied sein Engagement mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden der Freilassinger SPD.

Aber auch nach seinem Umzug nach Schenefeld blieb er seiner Partei treu und engagierte sich in vielen Bereichen. Im letzten November gab er dann zunächst sein Amt im Fraktionsvorstand ab und kündigte seinen endgültigen Rückzug ins Privatleben knapp vor seinem 70. Geburtstag an.
Nun war es soweit, in der letzten Fraktionssitzung am 4. April legte er sein Amt als Kommunalpolitiker nieder und hat bei der Vorstandssitzung am 6. April seinen Rücktritt aus dem Vorstand der Schenefelder SPD bekannt gegeben.
Aber auch als einfaches Mitglied wird er sicher weiterhin ein Aktivposten für die Partei bleiben